Das Inkubieren der Eier

Ei

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Das Inkubieren der Fischerieier ist, wegen der Temperaturen die benötigt werden, ein heikles Thema. Man benötigt eine Temperatur von 24 °C am Tag und eine Nachtabsenkung auf 17 °C. Damit kann man die im Handel angeboten Inkubatoren für Reptilien (ca. 150 Euro) nicht nutzen. Diese haben keine, oder nur bedingte Möglichkeiten der Kühlung. Man wird mehr Geld ausgeben müssen oder man baut sich einen Inkubator selber. Mit etwas Geschick und einigen Tests klappt das dann auch recht gut. Ich möchte euch hier einen Inkubator der Marke "Eigenbau" vorstellen.

Im Grunde ist dieses System recht simpel. Am Tag wird die Temperatur über einen Heizstab, welcher das Wasserbecken erwärmt, auf 24 °C gebracht. Am Abend schaltet sich der Heizstab ab. Dafür beginnt die externe Pumpe das Wasser zu kühlen. Das ganze steht in einem Keller. Dort herrschen das ganze Jahr ca. 11 °C. Da die Pumpe außerhalb des Inkubators liegt, pumt sie das warme Wasser durch den kalten Keller, wobei sich das Wasser abkühlt und wieder in den Inkubator gepumt wird. Damit wird die Temperatur in ca. 3 Stunden auf 17 ° C gesenkt. Verständlicherweise sind hier einige Langzeittests notwendig.

Inkubator

Das Ganze System ist in einer Styroporkiste verpackt (man will ja auch Energie sparen). In der Styroporkiste befinden sich zwei Behälter. Ein größerer, welcher das Wasser und den Heizstab aufnimmt, und ein kleinerer. Dieser "schwimmt" in dem größeren und nimmt das Vermalit (ist ein grobes Matereal, welches Feuchtigkeit lange speichert) und die Eier auf. Am Deckel befindet sich eine schräg angebrachte Glas- oder Plexiglasplatte. Diese ist sehr wichtig, da die Eier kein Wasser vertragen. Ein Tropfen Schwitzwasser kann das Ei verderben lassen. Mit dieser Platte stellst du sicher, dass das Schwitzwasser nicht auf die Eier tropft, sondern einfach an der Scheibe abläuft. Dann gibt es noch einen Ab- und Zulauf für die externe Pumpe. Damit ist der Inkubator auch fast fertig. Eine Temperatursteuerung sorgt für die Temperaturen am Tag und in der Nacht. Eine wöchentliche Kontrolle der Eier schafft die nötige Frischluftzufuhr.

 

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Die Eier werden, wie entnommen, bis zur Hälfte ins Vermalit gelegt. Aus der Literatur kann man immer wieder lesen, dass die Eier nicht gedreht werden dürfen. Das mag stimmen. Der Grund ist folgender. Die Eier bilden zwei Bereiche. Der Untere wird Wasserdicht und hält die Flüssigkeit. Dagegen wird der Obere Luftdurchlässig. Ich bin aber der Meinung, dass sich das erst in den ersten Tagen entwickelt. Wichtiger ist es aus meiner Sicht, die Eier wie "rohe" zu behandeln.

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Nun steht auch in der Literatur, dass Fischerieier ungefähr 315 Tage bis zum Schlupf benötigen. Bei mir Schlüpften die Chamäleons wie folgt:

12 Chamäleons nach ca. 360 Tagen

2 Chamäleons nach ca. 372 Tagen.

Als aufmerksamer Leser hast du bestimmt gemerkt, dass ich ein Ei unterschlagen habe. RICHTIG! Ein Ei habe ich Anfang Januar (ca. 330 Tage nach Ablage) geöffnet, um zu sehen, was da los ist. Das Ei war aber in Ordnung. Ein kleiner Embrio war zu sehen und die Flüssigkeit war io. Damit waren es dann auch nur noch 14 Eier, welche aber alle geschlüpft sind. Der Grund des späten Schlupfes könnte an der "Trockenzeit" liegen. Ich hatte eine Zeitlang das Vermalit nicht kontrolliert. Dieses war dann ziehmlich ausgetrocknet. Für andere Reptilieneier ist das tötlich!

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