Ein wichtiger Punkt, um ein Terrarium zu betreiben, ist die Technik.
Schon bei der Bauplanung sollte man sich Gedanken darüber machen welche Beleuchtung, Heizer oder Beregnungsanlage man einbauen möchte.
Diese Teile werden dann beim "Rohbau" benötigt.
Aber was benötigt man? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da sie von sehr vielen Faktoren abhängig ist.
Hier mal eine Übersicht...
| Faktoren | Bemerkung |
|---|---|
| welches Tier soll gepflegt werden | Agamen oder Chamäleons |
| die Art des Terrariums | Regenwaldterrarium oder Wüstenterrarium |
| die Größe des Terrariums | Ein kleineres Terrarium benötigt kleinere Beleuchtung |
| richtig, der Geldbeutel | Denn nicht nur die Technik kostet unter Umständen viel Geld, nein auch die laufenden Kosten können enorme Ausmaße annehmen. |
Ich werde mich im weiteren Teil nur auf das Regenwaldterrarium mit Haltung von Fischerichamäleons beziehen.
Wie schon erwähnt, ist das Becken von den Abmessungen 160 cm x 70 cm x 120 cm (BxTxH).
Links im Deckel (über der Gaze, denn die Tiere sollen sich ja nicht verbrennen) sitzt eine HQL Deluxe 80 Watt Lampe.
Rechts im Deckel, auch über der Gaze, sitzt eine HQI 70 Watt Lampe. Die HQI Lampen sind eine Generation neuer und sollen weniger Strom verbrauchen als die HQL Lampen.
Über die Breite von 160 cm sitzen unter dem Deckel noch zwei "BioVital -Vollspektrum, T5 Röhre, 39 Watt High Output" mit je einem Reflektor.
Diese Beleuchtung besitzt ein gutes Lichtspektrum und bietet zu dem noch eine UVA und UVB Strahlung.
Die Kombination dieser Beleuchtung hat sich als recht gut erwiesen.
Es ist allerdings auch wichtig, die Pflanzen ab und zu auszuschneiden, da sonst die beste Beleuchtung nichts mehr bringt.
Alle Lampen sind mit einer programmierbaren Steckdosenleiste verbunden und werden früh im Abstand von 15 Minuten eingeschalten und abends wieder nacheinander ausgeschalten. Die Leuchtdauer sollte im Sommer ca. 13 bis 14 Stunden betragen, im Winter ca. 1 Stunde kürzer.
Die Steckdosenleiste wird über USB am Computer programmiert und läuft dann unabhängig vom Computer.
Einmal im Monat verbinde ich sie wieder mit dem Rechner, um die Zeit zu überprüfen.
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Das war es auch schon an "Pflichttechnik".
Heizer haben im Terrarium mit Chamäleons nichts zu suchen, da die Tiere sich verbrennen können.
Sie nehmen die "optische" Wärme war und die kommt von oben. Dort findest du die Chamäleons immer, wenn sie sich aufwärmen.
Auch habe ich den Wasserfall und den Nebler wieder ausgebaut (s. Tips zum Bau unter "Bau eines Regenwaldterrarium").
Eine gute Sache sind die zur Zeit im Handel erhältlichen Beregnungsanlagen speziell für Terrarien. Sie geben dir einiges an Freiheit, da das Abbrausen der Pflanzen von Hand entfällt.
Meine Anlage besteht aus einer Pumpe, zwei Wasserbehälter (15 und 20 Liter mit einander verbunden), 7 Düsen und einer Schaltzeituhr. Die Schaltzeituhr hat eine Schaltzeit von einer Sekunde. Herkömmliche Schaltuhren besitzen als kleinste Schaltzeit eine Minute und das kann schon zu viel sein.
Man staunt, wie sich die Chamäleons an die "Regenzeiten" gewöhnen. Sie sitzen dann immer unter einem Blatt oder auf einem Ast in Höhe der Regner, also dort wo kein Regen hinkommt.
| 1 x HQL 80 Watt komplett | ca. 90 Euro |
|---|---|
| 1 x HQI 70 Watt komplett | ca. 150 Euro |
2 x BioVital -Vollspektrum komplett mit Reflektor |
ca. 150 Euro |
| Beregnungsanlage komplett | ca. 180 Euro |
| programmierbare Steckdosenleiste | ca. 60 Euro |
| Zeitschaltuhr für Regenanlage | ca. 30 Euro |
In Summe macht das schon mal 660 Euro nur für die Technik. Da ist kein Teil vom Terrarium und auch keine Pflanze dabei!
Die monatlichen Stromkosten können sich auch um 20 bis 30 Euro erhöhen.
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